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5. März 2026

ASV Siegendorf

SV Eberau

2:2


Verschenkte Punkte zum Rückrundenstart

Zwei kapitale Eigenfehler kosten Sieg bei Frühjahrsauftakt gegen Eberau


Noch am Dienstag-Training herrschte Frust bei unseren Spielern ob des verschenkten Heimsieges beim 2:2-Frühjahrsauftakt gegen den Tabellenzweiten SV Eberau. »Das Remis war unnötig, weil wir uns zwei Tore selbst geschossen haben«, arbeitete Spielertrainer Dominic Wydra den nur halb gelungenen Einstand auf (bvz.at), hält aber auch positiv fest: »Am Ende war es sogar wichtig für den Kopf, dass wir das Spiel nicht verloren haben.« (Ligaportal).


Trauerminute für Karl Terdy

Der Rückrundenstart gegen die Südburgenländer beginnt mit einer Gedenkminute für unseren vor vier Wochen mit 64 Jahren so plötzlich verstorbenen Sportlichen Leiter Karl Terdy. Über 400 Zuschauer, Spieler und Funktionäre nehmen vor Spielbeginn zum letzten Mal Abschied von einem langjährigen Freund, »ohne den« - so hält Platzsprecher Wolfgang Szorger fest - »es den ASV Siegendorf vielleicht gar nicht mehr geben würde. Lebe Wohl, Sportkamerad.«

Bei der "Mission Klassenerhalt" stehen sieben Spieler vom Herbst in der Startaufstellung plus die "Neuen" Dominic Wydra, Jakov Josic und Tamas Bedics in der Abwehr und Lukas Grozurek im Angriff. Die Partie beginnt bei optimalen äußeren Bedingungen mit einem Knalleffekt, allerdings im negativen Sinne für unsere Mannschaft. Der Eberauer Martin Bock (in der Folge für Siegendorf "nomen est omen"?) drischt die Kugel planlos nach vorne, unsere Abwehr dreht sich ob des harmlosen Flugballes bereits ab. Aber den wirklichen "Bock" schießt dann Torhüter Krepelka, der sich beim Herauslaufen völlig verschätzt und den 20 m vor dem eigenen Kasten auf dem etwas holprigen Rasen in hohem Bogen  aufspringenden Ball hilflos über sich hinweg passieren lassen muss... OK, der kleine "Maxi" mit 5 Jahren hätte den Ball dann auch versenkt. Jedoch hat das ungarische Schlitzohr in den Eberauer Reihen, Márk Meskó, offenbar nur darauf gewartet. Der 23jährige Stürmer sprintet nach und rollt den Ball zu seinem 9. Saisontreffer ins leere Tor. 1:0 für Eberau schon in der 6. Minute!

Das haben wir uns alle natürlich ganz anders vorgestellt. Torhüter Krepelka zeigte sich hernach in der Kantine äußerst zerknirscht, wurde aber von seinen Mitspielern aufgerichtet. Hilft ja nichts, Mund abwischen und weiter machen.
























Eberauer machen hinten dicht

Der Schockmoment bei den Roten dauert nicht lange. Ein herrliche Ballstaffette führt vier Minuten später zum Elfmeter und nachfolgenden raschen Ausgleichstor. Mit vielen Kurzpässen über Dostal, Wydra, Marko, Wydra, Ruf und Grozurek kommt das Leder wieder retour zu Spielertrainer Dominic Wydra in den Strafraum, der scheitert zunächst im 1:1-Duell alleine an Eberau-Keeper Sebastian Kracher, hat die Chance im Nachschuss, kommt aber nach einer Grätsche von Stephan Draxler zu Fall. »Ein bitterer Elfer, der war nämlich definitiv keiner«, zeigte sich Eberaus Pressesprecher Gerhard Deutsch wenig begeistert (bvz.at). Das können wir mitunterschreiben, nicht jeder Schiedsrichter hätte hier wohl auf Strafstoß für den ASV Siegendorf entschieden. Jakov Josic zeigt sich eiskalt, verlädt Keeper Draxler und versenkt die Kugel flach im linken Eck zum wichtigen 1:1-Ausgleich.

Danach machten die Gäste hinten dicht, verriegeln mit fünf, sechs Mann ihr Gehäuse und dreschen die Bälle einfach nur kompromislos weg. »Ich habe den Eberauer Trainer gefragt, ob das notwendig ist, dass jeder Ball über den Bach oder die Tribüne geht, denn dann müssten wir bald mit einem Volleyball spielen, weil uns die Fußbälle ausgehen«, war ASV-Trainer Wydra die Taktik der Gäste offenbar ein Dorn im Auge (bvz.at). Aber der Zweck heiligt eben die Mittel. Während die Siegendorfer sich auf dem unebenen Platz im Angriff vor der Pause schwer tun, lauern die Gäste auf Konter. Mit diesem probaten Mittel sind sie in der Landesliga offenbar bisher gut gefahren. Die einzige Meisterschaftsniederlage im Herbst resultiert aus Runde 2 gegen Kohfidisch (1:2), seither sind sie in 14 Spielen hintereinander ungeschlagen. Als eingespielte Mannschaft konnten sie in der Winterübertrittszeit auch auf Transfers verzichten.

Dann hadern die Gäste neuerlich mit einer Elfmeterentscheidung des Schiedsrichters, wieder zu ihren Ungunsten: Als Tamas Ladanyi im Sechzehner den Ball an die Hand bekommt, drückt Fatih Tekeli beide Augen zu (31.).

Siegendorf ist vor der Pause aber weitaus mehr im Ballbesitz, findet aber lange Zeit keine Lücke in der dicht gestaffelten Eberauer Abwehr. Bis drei Minuten vor der Pause Robert Marko das Leder im Strafraum Lukas Grozurek zentimetergenau auf den Fuß serviert, und "Grozu" zeigt hier all seine Klasse und trifft zielsicher aus 7 m vorbei an Torhüter Draxler zum 2:1 für Siegendorf: sein 47. Meisterschaftstor für Siegendorf im 33. Spiel - was für eine beeindruckende Bilanz! Mit dem knappen Vorsprung für den ASV gehen beide Mannschaften in die Pause.


Nach der Pause verflacht das Spiel

Gleich nach Seitenwechsel hat Siegendorf die Chance zur Vorentscheidung: Uchiga dreht den ersten

(und einzigen!) Eckball im gesamt Spiel für Siegendorf zur Mitte, im Gewirr der Beine landet das Leder bei Ladanyi, der den Ball aber aus 5 m nicht im Tor unterbringen kann (47.). In der Folge verliert unsere Mannschaft ihren Spielrhythmus. Die Gäste stehen hinten sicher, Torchancen und Schüsse sind komplette Mangelware.

Für den einzigen Höhepunkt in der zweiten Halbzeigt sorgt dann unsere Mannschaft selbst. Bei einem aussichtsreichen Siegendorfer Konterangriff über die rechte Seite an der Tribünenseite tippt zunächst Cuhadar die Kugel mit der letzten Berührung doch noch hauchdünn ins Seitenout. Die Eberauer werfen schnell ein, der Ball landet hoch und wenig gefährlich nahe des Siegendorfer Strafraums, Robert Marko hat ein Blackout, seine Kopfballrückgabe zu Torhüter Krepelka fällt zu kurz aus, Maximilian Mayer spritzt dazwischen und sorgt für den zweiten Eberauer Treffer "aus dem Nichts". Zwei Torschüsse, zwei Tore - das nennt man optimale Chancenauswertung.

Bis zum Schlusspfiff tut sich nichts mehr Entscheidendes, beide Teams neutralisieren sich, sodass es am Ende beim doch leistungsgerechtes Unentschieden bleibt. Aus Siegendorfer Sicht natürlich kein gelungener Rückrundenstart. Dennoch meinte Eberau-Trainer Christoph Herics nach dem Spiel: »Siegendorf ist eine hervorragende Mannschaft, die meiner Meinung nach vorn mitspielen wird.« (Ligaportal). Wir wollen hoffen, dass unsere Burschen das bald unter Beweis stellen, am Besten gleich kommenden Samstag in Stuben (16.00 Uhr) gegen die SpG Edelserpentin.




Spieldaten:

Landesliga, 16. Runde; Sonntag, 1.3.2026, 16.00 Uhr:

ASV SIEGENDORF - SV EBERAU 2:2 (2:1)

Siegendorf: Krepelka; Ruf, Ladanyi, Wydra, Bedics; Uchida, Marko; Cuhadar (61./Iyobosa), Josic, A. Dostal (46./Kabwe); Grozurek.

Eberau: S. Kracher; Stampfel (85./Csikos), Draxler, M. Skerlak, Bardics, Bock (73./Stumpf); Wiesler (62./D. Kracher), Pomper, Hanzl; Meskó, Mayer.

Gelbe Karte: Uchida (78./Foul).

Tore: 0:1 Márk Meskó (5:53), 1:1 Jovan Josic (9:24/Foulelfer), 2:1 Lukas Grozurek (41:18), 2:2 Maximilian Mayer (59:08).

Ort: Sportpark Siegendorf.

Zuschauer: 418.

Wetter: 12,6° C (bewölkt).

Schiedsrichter: Fatih Tekeli.

Assistenten: Ecir Sert, Fabian Novotny.


Statistik:

Eckbälle: 1:2

Gelbe Karten: 1:0

Schüsse aufs Tor: 3:3

Schüsse neben das Tor: 2:4

Ballbesitz (in %): 61:39

Quellen: sofascore.com; scoremer.com; totalcorner.com


Videobericht:

fan.at


Weiteres, umfangreiches Bildmaterial vom Spiel finden Sie auf:

asvsiegendorf.jalbum/net


Presseberichte:

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Starker Auftritt nach Umbruch: Siegendorf holt 2:2 gegen Eberau

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© Fotos: mpriko.

© red, ASV Siegendorf, 5.3.2026, 20.30 Uhr